29. November 2017 Chris

Alles muss man selber machen – Gedanken zur Vorsorge

Geboren im Glauben an die sichere Rente, nun wissend, dass das nichts mehr wird… Verstörend!
Mindestens ebenso verstörend ist das Argument, eine Festanstellung zu suchen, um „angemessen für das Alter vorsorgen zu können“.
Ich bin weder Finanzberater, noch Experte, habe nicht BWL oder VWL studiert. Um ehrlich zu sein, wüsste ich nicht mal, ob private Finanzen in den Themenkomplex von BWL oder VWL gehören.
Fakt ist aber, dass man sich als Freelancer nicht nur Gedanken über eine Absicherung machen, sondern auch selber tätig werden muss. Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht…

Auch, wenn ich persönlich kein Problem damit hätte, werde ich höchstwahrscheinlich nicht bis zum finalen Tag meines Lebens arbeiten. Und ziemlich sicher nicht als Freelancer. Vor diesem Hintergrund und die Möglichkeit einer Firmengründung mal bewusst ausser Acht gelassen, sind hier drei Szenarien, die ich als potentielle Altersvorsorge in Erwägung ziehe.

Der Klassiker: Immobilien

Kein Eigenheim. Keine Eigentumswohnung. Vielleicht liege ich falsch, aber die eigenen vier Wände als Investment zu betrachten, halte ich für nicht mehr zeitgemäß. Warum?
Weil die meisten finanziell interessanten Gegenden für mich als Homebase nicht in Frage kommen. Selber mieten und vermieten klingt ansprechender. In meinen Ohren.
Knackpunkt ist der zusätzliche Mehraufwand, den man als Vermieter einkalkulieren muss im Vergleich zu einer doch eher übersichtlichen Rendite (ein großes Wort!).

ETF Sparplan

Sparpläne für Börsengehandelte Fonds (exchange-traded fund, ETF) scheinen z Zt ein ebenso relativ risikofreies, wie attraktives Investment zu sein. Definitiv ein langfristiges.
Worum genau es dabei geht, steht HIER ziemlich gut beschrieben. Ich gebe zu, dass ich mich, obwohl das sicherlich nicht unwichtig sein kann, noch nicht allzu intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt habe. Dafür gibt es auch einen Grund. Nämlich…

Bitcoin, bzw. Kryptowährungen

Die mit Abstand spannendste Anlagemöglichkeit und sie dringt langsam aber sicher in den öffentlichen Fokus. Steve Wozniak spricht darüber, t3n macht es zum Thema der (heute erschienenen) 50sten Ausgabe, Amazon überlegt, es als Zahlungsmittel einzusetzen und der Kurs ist in diesem Jahr über 1100% gestiegen. Nein, da ist keine Null zuviel.

Bitcoin ist, in aller Kürze und Schlichtheit, eine Währung, welche keinem Staat untergeordnet ist und die keine Bank als legitimierende Instanz benötigt, sondern über ein Protokoll reguliert und transferiert wird.
Die Auswirkungen, welche Kryptowährungen (Bitcoin ist quasi die Mutter aller Kryptos) in den kommenden Jahren haben werden, sind im Moment noch nicht absehbar. Aber soweit ich es nach etwa 2 Wochen Recherche beurteilen kann, stehen sie am Anfang von etwas Großem.

In jedem Fall ist es sinnvoll, sich mal ein wenig in das Thema einzulesen und bestimmt werde ich in näherer Zukunft noch ein kleines „Bitcoin ABC“ verfassen aber bis dahin gibt’s in den Fußnoten von Menschen, die das Thema besser erklären, als ich es könnte.

##NEWSFLASH##
Der Verband der Gründer und Selbstständigen in Deutschland hat kürzlich über eine mögliche Rentenpflicht für Selbstständige nach dem Scheitern der JAMAIKA Koalition berichtet.
Zwar ist es meiner Meinung nach moralisch nicht pauschal verwerflich, den Generationenvertrag einhalten zu wollen aber die Motivation ein Wahlversprechen, basierend auf einem ca 70 Jahre alten Verteilungskonzept mit dem Vorschlaghammer durchboxen zu wollen, erscheint mir doch höchst fragwürdig.
 


Bitcoin Link #1: James Altuchers „Cryptocurrencies 101“ (Englisch)
Bitcoin Link #2: Dr. Julian Hosps Podcast „Die Kryptoshow“
(Episode 1 & 2 sind als Einstieg sehr zu empfehlen)
Steve „Woz” Wozniak über Bitcoin
Bericht des VGSD über eine mögliche Rentenpflicht

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